Worum geht es in diesem Projekt?
Jeder hat einen Traum. Doch nicht jeder lebt ihn. Gründe dafür gibt es viele, doch wie lange darf man die eigenen Wünsche aufschieben? Der Film „Vier Träume“ porträtiert Menschen in der zweiten Lebenshälfte, die einen Traum ausleben und begleitet sie ein Stück auf ihrem Weg. Das Ergebnis ist ein ca. 60-minütiger Dokumentarfilm, der sich für die Menschen hinter den Träumen interessiert und Fragen nach Wünschen, Herausforderungen, Prioritäten, aber auch Ängsten und Grenzen stellt.
Die Protagonisten:
Emma (61) hat zunächst ihre Matura nachgeholt, nachdem ihre Kinder erwachsen waren und dann Ethnologie und Anthropologie studiert. Schon als Kleinkind war sie von der Wissenschaft fasziniert. Stundenlang stand sie auf Mauern und hielt vor einem imaginären Publikum Vorträge. In ihrer Familie war ein Studium damals aber undenkbar, denn dort galt es, einen klassischen Beruf zu erlernen. Für ein Studium und die Wissenschaft war Emma dann einige Jahre später bereit, ihre Wohnung in der Schweiz zurückzulassen und ein Zimmer in einem Heidelberger Studentenwohnheim zu beziehen. Dort promoviert sie heute im Bereich Neuroanthropologie. Doch auch Heidelberg ist bald passé: Ihr Doktorvater wurde krank und somit sucht sie nun weltweit einen neuen Doktorvater, um ihre Promotion und die Forschungsarbeit fortzusetzen.
Theo und Rosmarie (59 und 56) lebten ein Leben mit viel Arbeit und wenig Freizeit. 60- bis 70-Stundenwochen waren eher die Regel als die Ausnahme. Die wenigen Urlaubstage nutzen sie meist, um in Ruhe entspannen zu können. Eigentlich wollten sie aber immer fremde Länder und Kulturen kennenlernen und das möglichst individuell und ohne Stress, fernab der massentouristischen Angebote. 2007 zogen sie dann auf einen Segelkataraman um, mit dem sie seitdem auf den Meeren unterwegs sind – momentan in der Karibik. Die Hurrikansaison 2012 und Weihnachten verbringen sie in München bei ihrer Familie, doch danach hat das Leben auf dem Meer sie wieder zurück.
Jürgen (50) war schon als kleines Kind von den Flugzeugen am Himmel fasziniert. Eines Tages selbst ein Flugzeug zu steuern war aber unvorstellbar. Die Ausbildung ist zu teuer und zu anspruchsvoll dachte er sich. Als er dann irgendwann während eines Rundfluges in einer alten Ju-52 das ursprüngliche Fliegen miterleben konnte, wurde der Wunsch größer, eine Fluglizenz er erwerben. Nach einer Schnupperstunde in einer Flugschule war die Sache schließlich ganz beschlossen: Er wird Privatpilot. Nur noch die letzte Flugprüfung liegt jetzt zwischen ihm und dem Traum vom Fliegen.
Detlev (74) möchte nicht auf die Verwirklichung eines Traums verzichten. Er stellt sich daher seinen Wünschen und Herausforderungen. So ist er z.B. mit seinem Motorrad, einer Hayabusa, rund um Oldenburg rasant unterwegs, oder er läuft einen Marathon. Mittlerweile zählt er schon über 430 Marathons und viele davon an fernen und außergewöhnlichen Orten (z.B. Nordpol, Grand Canyon, Nepal oder einem Kreuzfahrtschiff). Eigentlich läuft er, um zu Reisen, sagt er, doch jeder Marathon ist für ihn etwas Besonderes. Gleichzeitig kann er seinen Körper so möglichst lange fit halten.
Was sind die Ziele und wer die Zielgruppe?
Spätestens während meiner Tätigkeit im Rettungsdienst wurde mir immer wieder an einzelnen Patientenschicksalen verdeutlicht, wie zerbrechlich und wertvoll unser Leben ist. Die eigene Zeit für das zu nutzen, was man wirklich will und sich lebensbejahend den eigenen Träumen widmen ist daher äußerst konsequent. Wie es geht, möchte ich von den Protagonisten meines Films wissen und sie dabei begleiten. Was sie bisher daran gehindert hat und welchen Herausforderungen sie sich auf dem Weg der Traumerfüllung gegenüber gestellt sehen, interessiert mich ebenfalls sehr.
Die vier Geschichten werden in einem 60-minütigen Dokumentarfilm versammelt und parallel erzählt. Um die Protagonisten möglichst nah und persönlich zu erleben, verzichtet der Film auf einen Kommentar. Produziert wird in HD, Farbe und 16:9. Die finale DVD-Version wird zuschaltbare englische und deutsche Untertitel haben.
Der Film soll einladen, an den Träumen und Gedanken der Protagonisten teilzuhaben, sie ein Stück zu begleiten und vielleicht auch einige Zuschauer an den einen oder anderen vergessenen Traum erinnern.
Warum sollte man dieses Projekt unterstützen?
Wer dieses Projekt unterstützt, kann gleichzeitig eine Dokumentarfilmentstehung von Anfang bis Ende begleiten. Jeder Unterstützer bekommt neben seinem jeweiligen „Dankeschön“ (Auswahl siehe rechts oben) exklusive Updates zum Projektfortschritt. Dieser direkte Kontakt zum Filmemacher, aber auch die direkte finanzielle Unterstützung eines Films ist eine Finanzierungsform, die klassische Entscheider aus Filmförderung und Fernsehsendern nicht einbezieht und den Filmemacher, aber auch das Publikum unabhängiger machen. Die Zuschauer entscheiden sozusagen selbst, welche Filme sie sehen möchten und welche nicht. Am Ende ist jeder Unterstützer Teil des Films, denn ohne Euch wäre der Film nur eine Idee geblieben.
Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?
Ich habe das Projekt nicht gestartet, um Geld zu verdienen, sondern weil es mir am Herzen liegt. Daher ist das kalkulierte Budget auch nicht als Lohn oder Aufwandsentschädigung anzusehen. Es sollen damit ansatzweise die Kosten gedeckt werden, die durch die Produktion entstehen. Dazu gehören:
- Reise- bzw. Fahrtkosten (Drehorte: Heidelberg, Mannheim, Leipzig, Halle (Saale), Arbon, Oldenburg, Marburg, Biggesee, Rennerod, Burbach, München, Karibik und weitere),
- Übernachtungskosten bei mehrtägigen Drehs,
- DVD Produktion,
- Press Kit,
- Verpflegung für Helfer,
- Equipmentversicherung.
Kostenlos zugänglich und daher NICHT eingerechnet sind in diesem Projekt die Kameraausrüstung, der Schnittplatz und Musikrechte. Dadurch kann sehr viel Geld eingespart werden. Eigene Ersparnisse habe ich bisher ebenfalls in das Projekt (z.B. in Technik) investiert.
Der Fall der Überfinanzierung:
Sollte am Ende sogar mehr als die erhoffte Summe zusammenkommen, wird das Geld direkt in die Verbesserung des Projekts investiert (mehr Drehtage etc.)
Wer steht hinter dem Projekt?
Mein Name ist Jan und ich bin 26 Jahre alt. Nach meiner abgeschlossenen Berufsausbildung zum Rettungsassistenten habe ich seit 2008 Medienwissenschaft an der Universität Siegen und während eines Auslandssemesters „Film, Television and Media Studies“ an der University of Auckland studiert. Seit 2011 studiere ich – ebenfalls in Siegen – den interdisziplinären Masterstudiengang „Medien und Gesellschaft“. Erfahrungen im Bereich TV- und Videoproduktionen durfte ich als Hospitant bei den Sendeanstalten WDR und ZDF sammeln und setzte dort auch eigene Fernsehbeiträge um. Aber auch mit zahlreichen universitären und privaten Videoprojekten habe ich seit 2004 weitere Erfahrung gesammelt.
Für Geschichten älterer und somit lebenserfahrener Menschen haben ich mich schon immer interessiert. Vielleicht auch, weil meine eigenen Großmütter früh gestorben sind und ich meine Großväter nie kennengelernt habe. Lebensgeschichten anderer Menschen finden sich daher zum Beispiel in meiner Kurzdoku „Ocean Rhythm“, die den 74-jährigen Weltumsegler Mac Nell vorstellt, oder aber in einem ZDF-Portrait über den ersten deutschen Herzschrittmacherimplanteur Heinz-Joachim Sykosch (86 Jahre) wieder. An diesem filmischen roten Faden möchte ich festhalten.
Musik:
Wird Marcel komponieren und voraussichtlich mit weiteren Musikern aufnehmen. Bereits bei einem vergangenen Projekt hat er diese Aufgabe übernommen und auch darüber hinaus haben wir mehrfach zusammen an Videoprojekten gearbeitet. Zuletzt hat Marcel einen 90-minütigen Soundtrack für seinen Fantasyfilm „Aloryon“ komponiert.
Schnitt:
Dustin und ich werden gemeinsam im Schnittraum arbeiten. Er studiert ebenfalls den „Master Medien und Gesellschaft“. Wir saßen bereits für verschiedene studentische Videoprojekte als Team im Schnittraum. Seit 2011 arbeitet er außerdem als Cutter für eine Kölner Produktionsfirma und hat dort professionelle Erfahrung gesammelt.
Ton-/Kamerassistenz:
Wird neben Dustin und Marcel meine Freundin Vicky übernehmen. Als Gymnasiallehrerin mit den Fächern Englisch und Deutsch ist sie natürlich auch für die Aufgabe der englischen Untertitelung zuständig. Außerdem werden die meisten Standfotografien von ihr ‚geschossen‘.
Die ‚Produktionsfirma‘:
2008 gründete ich mit Vicky eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts. Dieses Projekt wird daher von „drittes AUGE dokumentationen“ produziert.
Vielen Dank für Euer Interesse!
Supporter
Gesa Sörensen
Jessica Masik
Prof. Dr. Jens Schröter
Joachim Eigler
Jana Bölke
mediaZine.fm
Thomas Lapp
Constanze Neubauer
Bernd Eckhardt
Sarah Schneider
J.Föst
B.Schwarz



