Der Ort an dem ich lebeSylvaine Scharapenko

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Der Ort an dem ich lebe

Ich sammel Geschichten über den Ort an dem ich lebe. Bahnhofsgeschichten. Alle. Auch meine eigenen. Wie ist es, wenn man in einer Wartehalle schläft und man nicht in die Küche, sondern in die Schalterhalle geht? Die Werkstatt Gepäcke heisst und die Gäste auf der Rampe empfangen werden? Wenn der Bahnhof der Mittelpunkt des kleinen großen Universums ist?

Worum geht es in diesem Projekt?

Ich habe vor 9 Jahren einen Bahnhof gekauft. Er steht auf freiem Feld und war vor meinem Einzug 100 Jahre lang Mittelpunkt für die Menschen aus 5 Dörfern. Am Anfang kamen ganz oft Menschen um zu sehen, was aus ihrem Bahnhof wird. Dann kamen ihre Geschichten. Im zweiten Jahr begann ich 1x jährlich ein Fest auf dem Bahnhof zu veranstalten, damit sie schauen können. Das Fest ist mittlerweile fester Bestandteil, wie ein wenig damals, auch Mittelpunkt. Aber die Geschichten gehen mir verloren und nun wird es, nach den ersten harten Jahren des Ausstiegs, Zeit sie niederzuschreiben. Ich möchte dieses Buch mit meinen Geschichten, die so ein Ausstieg mit sich bringt, verbinden und untermauern. Es wird sehr lebendig werden. Einige Geschichtenerzähler werden ihre Geschichte in der hier mal gesprochenen, aber vergessenen Mundart erzählen.

Was sind die Ziele und wer die Zielgruppe?

Mein Ziel ist ein lebendiges Buch. Geschichten aus dem prallen Leben, authentisch, fröhlich, optimistisch. Ich möchte nicht nur in einem Denkmal leben, sondern auch ein wenig mehr als die Grundmauern erhalten. Zielgruppe sind alle Bahnfahrer, Eisenbahnverliebte Historiker, Nachbarskinder und vergnügte Leser.

Warum sollte man dieses Projekt unterstützen?

Die Geschichten verschwinden aus dem Bewusstsein der Menschen, die Akteure werden immer älter und auch die jetzt schon rudimentäre Mundart wird nicht ewig erhalten bleiben. Ich möchte gern noch die Stimmen einfangen und für uns alle wiedergeben.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Mein Kopf ist schon ganz voll mit Ideen und Geschichten und ich benötige dringend ein Diktiergerät, ein Notebook und einen Drucker. Das Diktiergerät und das Notebook sollen mich auf meinem Zug durch die Dörfer begleiten. Der Drucker möchte zum Abschluss alles fein aufs Papier bringen , damit ich mich bei Verlagen bewerben kann. Mein Ziel ist es, einen regionalen Verlag dafür zu interessieren, da er sehr gern Literatur aus der Region verlegt. Aber heimlich und mit viel Herzblut denke ich, dass sich auch größere Verlage dafür erwärmen und interessieren werden, da die Geschichten eben nicht nur regionalen Bezug haben und viele Menschen von der Wildromantik eines Aussteigerlebens träumen.
Sollte wider erwarten, kein Verlag Interesse an einer Veröffentlichung zeigen, möchte ich dieses schöne Buch trotzdem in Eigenverlag herausgeben. Das wird in einer ganz kleinen Auflage geschehen, von erst einmal 50 Exemplaren, um die Käufer doch noch zu interessieren und Ihnen Ihr schönes Buch signieren zu können.

Wer steht hinter dem Projekt?

Es ist zwar meine Idee und ich werde sie durchführen, aber im Dorf drüben gibt es ein Mehrgenerationenhaus, indem ich einmal in der Woche auf Gesprächspartner treffe. Hier konnte ich die Idee weiterspinnen und als ich sie vorgetragen hatte, bin ich auf breite Zustimmung gestossen. Die Damen scharren schon mit den Hufen!

Ach ja---ich, also ich bin Sylvaine und 44 Jahre alt. Ich bewohne mit Mann und zwei Kindern, sowie etlichen Tieren, den Bahnhof und bin eigentlich Meteorologin, arbeite aber seit einigen Jahren als selbstständige Kunsthandwerkerin.

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